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utho



Anmeldungsdatum: 13.01.2006
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 07.02.2006, 10:49    Titel: Feng Shui als Kopfgeplapper - alles nur Placebo, oder was?

Hallo Ihr Lieben,

habe mir eine kurze Auszeit genommen und mich unabhängig von Feng Shui meines Lebens gefreut Winken.

Sabine,

meinst Du mit "Kopfgeplapper", dass ich zu intellektuell an das Thema Feng Shui herangehe? Oder geht es eher in Richtung Dilettantismus?

Ich beschäftige mich schon einige Zeit mit FengShui, aber niemals so ernsthaft, dass ich in Erwägung gezogen hätte, eine fundierte Ausbildung zu beginnen. Ich scheue u.a. auch die erheblichen Kosten. Da ich mich für Architektur und Innenarchitektur interessiere und gleichzeitig eine sehr enge Verbindung zur Natur habe, ist mir zwangsläufig irgendwann ein Buch über Feng Shui in die Hände gefallen. Bin da ganz naiv herangegangen und habe mich zuerst mal nur an der Formschule orientiert - fand ich sehr einleuchtend. Was aber, wenn es keinen Phönix, Tiger oder Schildkröte gibt? Wenn ich bestimmte Gegebenheiten nicht ändern kann, muss es doch auch bei ungünstigen Voraussetzungen Abhilfe geben, also habe ich weiter gesucht.

Da ich wie jeder Amateur nur Zugang zu populärwissenschaftlichen Büchern habe, kam dann irgendwann das Drei-Türen-Bagua hinzu, das ich entsprechend in meinen Räumen umsetzte und sogar Freunden "gute" Tipps gab.

Ich will mir wirklich nichts anmaßen, aber ehrlich gesagt empfinde ich dieses Feng Shui als sehr "populär" - ähnlich dem eines Tageshoroskopes in Zeitungen. Es ist so formuliert, dass es irgendwie immer passt, macht aber auch nix, falls es nicht stimmt. In meinen Augen dient es mehr dazu, überhaupt ein Bewusstsein für Feng Shui zu schaffen, mehr nicht. Die scheinbare Wirkung ergibt sich m.E. nur aus der Auseinandersetzung mit der entsprechenden Problematik. Da der Mensch so veranlagt ist, muss man ihm halt sagen was er tun soll, dann geht es ihm gleich besser. Ich halte das für einen Placeboeffekt, der aber durchaus seine Berechtigung hat. Wenns hilft.... Die Kompassschule kam meinen Vorstellungen da irgendwie näher. Also begann ich mich mit BaZhai auseinanderzusetzen. Da wurde es dann schon heftiger - habe ich dann genauso laienhaft ausprobiert und siehe da, irgendetwas kam in Fluss... Gleichzeitig komme ich hier an meine Grenzen, siehe meine Ausgangsfrage.

Was soll ich Dir sagen - ich halte mich an das vorgegebene System, ohne jedoch andere Aspekte aus den Augen zu verlieren. Es ist nicht so, dass ich gezielt irgendeinen Bereich in meinem Leben ins Auge gefasst habe. Es passiert einfach - bin in ein Haus umgezogen, das aufgrund seiner Architektur eine echte Herausforderung für jeden Feng Shui Berater ist, so bin ich wieder einmal mit dem Thema Feng Shui konfrontiert worden....


Wozu das wohl gut ist, ist das Feng Shui dieses Hauses gar der Spiegel meiner Seele?

Es lässt mich einfach nicht los. Übrigens finde ich den neuen Thread von Andreas sehr spannend...

Liebe Grüße
Utho
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Was ist Feng Shui

Das System von Feng Shui kommt aus China und dient dazu, dass Bauvorhaben und auch Wohnräume harmonisiert werden. Eine alte, eher traditionelle Vorstellung, von Feng Shui besagt, dass „Geister der Luft und vom Wasser geneigt gemacht“ werden sollen. In China gehört Feng Shui zum Philosophiesystem. Der Ahnenkult im Land des Lächelns führte dazu, dass das System vor allem auch beim Planen von Grabstätten angewendet wird. Doch auch die Gartenkunst in China wurde sehr beeinflusst. Sämtliche Prinzipien können aber auch bei der Einrichtung von Zimmern, der Architektur von Häusern, schönen Fenster und auch bei der Gestaltung von Landschaften angewendet werden. Dabei gibt es gewisse Regeln, die bei der Gestaltung eingehalten werden müssen. Sie sorgen dann dafür, dass sich die „verstockten Energien“ nicht lange in Räumen halten können. Das so genannte Qi soll frei fließen können. Allerdings gibt es solche Energien auch überhaupt nicht.

Feng Shui legt die Betonung auf die Verhältnisse, die zwischen dem Menschen und der Natur bestehen. Zudem basiert es beispielsweise auf der Lehre von Yin- und Yang, den Acht Trigrammen und der Lehre der fünf Elemente. War die Lehre zu Beginn lediglich in China von Bedeutung, so hat sie mittlerweile auch im Westen das Interesse geweckt. Dabei kann auch festgestellt werden, dass immer mehr die Esoterotik mit Feng Shui verschmilzt.

Feng Shui steht als Abkürzung für den Satz „Qi wird vom Wind gestreut und stoppt an der Grenze des Wassers“. Dieser Satz kann dem „Buch der Riten“, das Guo Po geschrieben hat, entnommen werden. Seitdem das klar ist, stehen der Wind und das Wasser dafür, dass Qi vor Wind geschützt wird. Zudem kann Wasser Qi beeinflussen. Zu den Grundlagen des Feng Shui gehört, dass Qi die wichtigste Grundlage der Lehre ist. Es handelt sich dabei um eine Lebensenergie, die jedoch unsichtbar ist. Sie soll angeblich in jedem Wesen und sogar in jeder Zelle fließen. Gesagt wird auch, dass diese Energie alles zum Leben erweckt und für die entsprechende Gestaltung sorgt. Jedoch heißt diese Energie nur in China Qi, in Japan ist es die Ki und hierzulande wird Odem oder eben Lebensenergie dazu gesagt.

Der Feng-Shui-Berater hat nun die Aufgabe, dass er in einem Haus und dessen Umgebung die genauen Bewegungen des Qi nachvollziehen kann. Sein Ziel muss sein, dass diese Bewegungen harmonischer werden und sogar noch gesteigert werden. Denn, wenn mehr dieser Energie vorhanden ist, dass kann sich das positiv auf die Gesundheit, den Erfolg und auch die Harmonie bei einem Menschen auswirken. In der Lehre von Yin und Yang ist es so, dass Yin für das Qi in den Bergen und der Ruhe steht und Yang verkörpert Qi von Wasser, abschüssigem Gelände und auch Straßen.



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