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Gemeinsamkeiten / Unterschiede indisches Vastu / Feng Shui

 
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Obsidian



Anmeldungsdatum: 28.04.2009
Beiträge: 1
Wohnort: Nähe Stuttgart

BeitragVerfasst am: 28.04.2009, 12:50    Titel: Gemeinsamkeiten / Unterschiede indisches Vastu / Feng Shui

Hallo,

ich habe mich soeben angemeldet weil wir zur Zeit auf der Suche nach einem Bauplatz sind um darauf ein Haus zu bauen.

Nun habe ich mich so einigermasse in das indische Vastu eingelesen und finde es doch teilweise sehr verwirrend.

Meine Frage ist, kennt jemand sowohl Vastu als auch Feng Shui und kann mir in knappen Worten die wesentlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten schildern?

Zunächst mal bezogen auf die Wahl des Grundstückes, später dann auch in Bezug auf den Grundriss.

Im Vastu wird bspw. die hier so heiß begehrte Südhanglage als total schlecht angesehen Traurig und dagegen der Nordhang als sehr geeignet betrachtet.
Die Küche sei im Süd-Osten optimal platziert


Also kurz gesagt interessieren mich nun die Himmelsrichtungen des Feng Shui sehr.

Kann mir zudem jemand ein Buch bzgl. Bauen und Gestalten mit Feng Shui empfehlen?

Herzlichen Dank

Andrea
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Hausdoktor



Anmeldungsdatum: 13.07.2005
Beiträge: 79

BeitragVerfasst am: 30.04.2009, 08:05    Titel:

Hallo Andrea,

Vastu ist im wesentlichen am Sonnenlauf ausgerichtet.
Von Sonnenaufgang bis Mittag ist die Energie aktivierend und das gilt dann auch für die dazugehörenden Himmelsrichtungen (NO, O, SO).
Von Mittag an wirkt die Energie beruhigend und auch das gilt genauso für die entsprechenden Himmelsrichtungen (SW, W, NW).

In diesem Sinne sollte alles, was mit Aktivität, Bewegung oder Geldverdienen zu tun hat, wie Eingänge, Arbeitszimmer etc. in einer aktivierenden Richtung liegen und alles, was mit Ruhe, Regeneration etc. zu tun hat, in einer der anderen Richtungen. Kochen findet kurz vor Mittag statt und in diesem Sinne passt der SO ganz gut dazu.
So findest Du es zumindest in der gängigen Literatur und auch im Internet.

Meiner Meinung ist das genauso platt wie Feng Shui nach 8 Lebensbereichen. Das taugt in dieser Schlichtheit einfach nicht.

Im Feng Shui spielen Himmelsrichtung, Baudatum, Anordnung und Nutzung der Räume, sowie die Geburtsdaten der Bewohner alle eine gleich wichtige Rolle und werden zusammen betrachtet. Nicht jeder Raum in jedem Haus ist für jeden Menschen und jede Tätigkeit (Essen, Arbeiten, Schlafen etc.) gleich gut geeignet und alles ändert sich mit der Zeit.
Jedes Haus kann für eine bestimmte Nutzung gut oder schlecht sein, egal, in welche Himmelsrichtung es gedreht ist. Es kommt eben immer auf den Einzelfall an.

Ich habe mich vor einiger Zeit einmal mit einem Spezialisten für vedische Astrologie unterhalten, der meine Annahme bestätigt hat: Im ganz traditionellen Veda werden, genau wie im Feng Shui, Himmelsrichtungen, Haus, Zeiteinflüsse und Personen in einen gemeinsamen Kontext gestellt und dann individuell ausgewertet.
Nur darüber findet man so gut wie nichts in den einfach zugänglichen Quellen... (Und qualifizierte Vastu-Berater findest Du vermutlich noch weitaus schwieriger, als qualifizierte Feng Shui Berater) Traurig

Herzliche Grüße

Jürgen Schnitzler
_________________
http://www.fengshui-beratung.de
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Was ist Feng Shui

Das System von Feng Shui kommt aus China und dient dazu, dass Bauvorhaben und auch Wohnräume harmonisiert werden. Eine alte, eher traditionelle Vorstellung, von Feng Shui besagt, dass „Geister der Luft und vom Wasser geneigt gemacht“ werden sollen. In China gehört Feng Shui zum Philosophiesystem. Der Ahnenkult im Land des Lächelns führte dazu, dass das System vor allem auch beim Planen von Grabstätten angewendet wird. Doch auch die Gartenkunst in China wurde sehr beeinflusst. Sämtliche Prinzipien können aber auch bei der Einrichtung von Zimmern, der Architektur von Häusern, schönen Fenster und auch bei der Gestaltung von Landschaften angewendet werden. Dabei gibt es gewisse Regeln, die bei der Gestaltung eingehalten werden müssen. Sie sorgen dann dafür, dass sich die „verstockten Energien“ nicht lange in Räumen halten können. Das so genannte Qi soll frei fließen können. Allerdings gibt es solche Energien auch überhaupt nicht.

Feng Shui legt die Betonung auf die Verhältnisse, die zwischen dem Menschen und der Natur bestehen. Zudem basiert es beispielsweise auf der Lehre von Yin- und Yang, den Acht Trigrammen und der Lehre der fünf Elemente. War die Lehre zu Beginn lediglich in China von Bedeutung, so hat sie mittlerweile auch im Westen das Interesse geweckt. Dabei kann auch festgestellt werden, dass immer mehr die Esoterotik mit Feng Shui verschmilzt.

Feng Shui steht als Abkürzung für den Satz „Qi wird vom Wind gestreut und stoppt an der Grenze des Wassers“. Dieser Satz kann dem „Buch der Riten“, das Guo Po geschrieben hat, entnommen werden. Seitdem das klar ist, stehen der Wind und das Wasser dafür, dass Qi vor Wind geschützt wird. Zudem kann Wasser Qi beeinflussen. Zu den Grundlagen des Feng Shui gehört, dass Qi die wichtigste Grundlage der Lehre ist. Es handelt sich dabei um eine Lebensenergie, die jedoch unsichtbar ist. Sie soll angeblich in jedem Wesen und sogar in jeder Zelle fließen. Gesagt wird auch, dass diese Energie alles zum Leben erweckt und für die entsprechende Gestaltung sorgt. Jedoch heißt diese Energie nur in China Qi, in Japan ist es die Ki und hierzulande wird Odem oder eben Lebensenergie dazu gesagt.

Der Feng-Shui-Berater hat nun die Aufgabe, dass er in einem Haus und dessen Umgebung die genauen Bewegungen des Qi nachvollziehen kann. Sein Ziel muss sein, dass diese Bewegungen harmonischer werden und sogar noch gesteigert werden. Denn, wenn mehr dieser Energie vorhanden ist, dass kann sich das positiv auf die Gesundheit, den Erfolg und auch die Harmonie bei einem Menschen auswirken. In der Lehre von Yin und Yang ist es so, dass Yin für das Qi in den Bergen und der Ruhe steht und Yang verkörpert Qi von Wasser, abschüssigem Gelände und auch Straßen.



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